Bevölkerungsbeteiligung, Partizipation, bottom-up, Stakeholder Engagement…

… diese und weitere Begriffe werden verwendet, wenn Akteure in Vorhaben und Projekte bzw. in Entwicklungs- oder Veränderungsprozesse einbezogen werden. In manchen Bereichen wird schon sehr lange mit Beteiligung gearbeitet (etwa in der Entwicklungszusammenarbeit), an anderer Stelle gibt es noch vergleichsweise wenige Erfahrungen damit (z.B. in der Grundlagenforschung). Es gibt gute Gründe für Beteiligung (z.B. um praxistaugliche Ergebnisse zu erzielen oder um Akzeptanz für bestimmte Maßnahmen zu schaffen). Beteiligung kann unterschiedlich intensiv gestaltet werden (von Alibi-Beteiligungsprozessen am einen Ende der Skala bis hin zu echter Selbstmobilisierung am anderen Ende). Und zur Umsetzung von Beteiligung steht eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten und Instrumenten zur Verfügung.

Zu beobachten ist vor allem: Wenn mehrere Leute über Beteiligung sprechen, meinen sie bei weitem nicht immer das selbe. Deshalb ist vor jedem Beteiligungsprozess zunächst einmal zu klären, aus welcher Perspektive und mit welchem Ziel Beteiligung betrieben werden soll. Wird von Betroffenen ein gesetzlich verankertes Recht auf Mitsprache eingefordert, so wie es bei den formalen Instrumenten wie Petitionen oder Bürgerentscheiden der Fall ist? Oder arbeitet eine Organisation, eine Kommune oder ein Unternehmen auf freiwilliger Basis mit informellen Beteiligungsinstrumenten, wie z.B. einer Zukunftswerkstatt oder Bürgergutachten? Gerade im Bereich der formellen Instrumente wird Bürgerbeteiligung von Projektverantwortlichen oftmals als „störend“ empfunden oder als Verhinderungsinstrument gesehen. Die andere Seite wird dann übersehen, nämlich dass Bürgerbeteiligung – zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt und mit den richtigen Instrumenten versehen – einen ungemeinen Mehrwert für dauerhaft erfolgreiche Projekte und Prozesse liefern kann.

Ganz wichtig ist dabei immer: Die Herangehensweise und die Art der Beteiligung muss zur gestellten Aufgabe passen. Ich unterstütze Sie gerne dabei, das richtige Instrument für Ihr Vorhaben zu finden!

Die Schwierigkeit des ersten Eintrags … da hilft nur Vielfalt!

Frische Gedanken zur Regionalentwicklung … mit was für einem Eintrag fängt man einen solchen Blog am besten an? Egal womit – man setzt einen Schwerpunkt und legt sich damit (womöglich vorzeitig) fest. Ist das sinnvoll, wenn es um Regionen, um Menschen, um Kommunikation, um Beteiligung und um nachhaltige Entwicklung gehen soll?

Jede Region hat andere Besonderheiten, jeder Mensch ist einzigartig. Bei der Kommunikation geht es drunter und drüber, wenn die Worte und die Kanäle nicht zu den Adressaten passen. Beteiligung kann in einer ganzen Bandbreite von Alibi-Partizipation bis hin zu echter Mitbestimmung gedacht werden. Und nachhaltige Entwicklung beinhaltet – neben der zeitlichen Komponente und der Notwendigkeit von Steuerung im Sinne einer Governance – die berühmten drei Säulen, die stets gleichwertig nebeneinander mitzudenken sind.

Deshalb soll dieser erste Eintrag vor allem ein Plädoyer für die Vielfalt unseres Denkens und unseres Tuns sein. Freuen wir uns nicht, wenn uns im Alltags-Einerlei eine kleine Besonderheit oder eine interessante Begegnung ereilt? Ist es nicht so, dass gerade aus dem Zusammenführen vielfältiger Einzelteile – z.B. in Form von Kooperationen – Neues entsteht und Innovationen gedeihen? Und dass verschiedene Meinungen uns im Ringen um die besten Strategien und Lösungsansätze helfen?

All diese Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven näher zu beleuchten (gewissermaßen mit vielfältigem Blick) und dabei zu frischen Gedanken anregen – darum soll es in diesem Blog gehen. Viel Spaß damit!